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App Store Optimization – Das SEO von Morgen!

Der Begriff ASO ist in den letzten Jahren immer wieder vereinzelt auf Konferenzen und bekannten Marketingblogs aufgetaucht. Einige Experten betonen sogar, dass ASO zukünftig zur wichtigsten Marketingdisziplin wird.

Umso verwunderlicher ist es, dass dem Thema aktuell längst nicht so viel Aufmerksamkeit zu Teil wird wie anderen Disziplinen. Sicher, der Begriff mag vielen bereits bekannt sein, doch was sich dahinter verbirgt, ist oft noch unklar. ASO, kurz für App Store Optimization, beschreibt Maßnahmen zur Optimierung mobiler Apps, um deren Sichtbarkeit und Ranking innerhalb der App Stores zu erhöhen. Langfristig zielt ASO darauf ab, die Downloadrate und damit die Zahl der Nutzer einer App zu steigern. Die beiden relevantesten Vertriebsplattformen für Apps sind dabei der Google „Play Store“ und Apples „App Store“.

Warum ist App Store Optimierung so wichtig?

Immer mehr Menschen nutzen mobile Endgeräte und 85 % der Zeit, die sie ihnen widmen, verbringen sie in Apps. Sowohl Entwicklern als auch Publishern mobiler Anwendungen bietet sich somit zunächst großes Potenzial. Allerdings verteilen sich 84 % der Nutzungsdauer von Smartphones und Tablets lediglich auf durchschnittlich fünf Apps – das sogenannte „Relevant Set“1. Auf der anderen Seite bieten die App Stores von Apple und Google mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Apps zum Download an und jede einzelne zielt darauf ab heruntergeladen und regelmäßig genutzt zu werden2.

Anzahl der Apps in den Top App Stores

Anzahl der Apps in den Top App Stores
(Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/208599/umfrage/anzahl-der-apps-in-den-top-App Stores/)

Der Mehrheit der verfügbaren Apps wird dieser Umstand jedoch nicht vergönnt sein. Denn die „Zombie-Rate“, die Anzahl der Apps, die nie in einer Top Liste innerhalb der App Stores auftauchen und deshalb auch nur selten heruntergeladen werden, liegt inzwischen bei über 80 %3. Schuld am drastischen Anstieg dieser Kennzahl ist in erster Linie die ständig steigende Anzahl verfügbarer Anwendungen. Der Wettkampf um die Aufmerksamkeit der Verbraucher wird also zunehmend intensiver. Apps die nicht optimiert sind, haben nur bedingt eine Chance überhaupt von potenziellen Nutzern gefunden zu werden.

ASO – Maßnahmen im Überblick

Die Kriterien der App Store Optimierung lassen sich in zwei Bereiche aufteilen – On-page und Off-page. On-page umfasst – wie der Name schon sagt – Faktoren, die in Zusammenhang mit dem App-Auftritt stehen und direkt beeinflussbar sind. Off-page setzt sich hingegen aus externen Faktoren zusammen, die nur bedingt beeinflussbar sind.

On-page Faktoren

Analog zur Suchmaschinen-Optimierung (SEO) spielen Keywords auch im Rahmen von ASO eine große Rolle. Apps können hinsichtlich bestimmter Keywords optimiert werden, um ein besseres Ranking zu erreichen. Bei der Wahl der Keywords müssen einige Faktoren, wie beispielsweise die Relevanz zum Inhalt, das Suchvolumen und der Wettbewerb beachtet werden. Für jede App kann auch ein Title angelegt werden. Er ist das wichtigste Element unter den App Meta-Daten. Neben dem Icon repräsentiert er die App innerhalb der App Stores und dient Nutzern als Entscheidungsgrundlage für den Aufruf der App-Detailseite. Der Title sollte nicht zu lang, aber möglichst aussagekräftig sein und Nutzern sofort zu verstehen geben, welchem Zweck die App dient. Für alle App Stores sollte derselbe Titel verwendet werden, um Verwirrung auf Nutzerseite zu vermeiden. Die Inhalte einer App können in der Description ausführlich beschrieben werden. Sie bietet genügend Fläche um die wichtigsten Funktionen und Vorteile der App aufzuzeigen und so die Neugier der Nutzer zu wecken. Besucher sollten nach dem Lesen der Description Antworten auf folgende Fragen haben:

  • Welche Funktionen hat die App?
  • Welche Vorteile bietet sie mir?
  • Wo in meinem Alltag kann ich sie einsetzen?
  • Warum sollte ich sie jetzt herunterladen?

„You never get a second chance to make a first impression“. Das App-Icon stellt für gewöhnlich den ersten Touchpoint zwischen User und App dar. An Qualität sollte hier also nicht gespart werden. Zudem sollte das Icon einzigartig gestaltet sein und die App Inhalte gewissermaßen widerspiegeln. Das Design sollte dabei eher schlicht gehalten werden, denn überladene Icons wirken unseriös und überfordern Nutzer genauso wie überladene Websites. Neben der App-Description, besteht die Möglichkeit Screenshots in den App-Auftritt zu integrieren um Nutzern die Inhalte einer App näher zu bringen. Die wichtigsten Funktionen können somit bildlich aufgezeigt und Nutzern ein direkter Einblick in die App ermöglicht werden. Screenshots haben einen hohen Einfluss auf die Conversion-Rate – denn wie es so schön heißt, „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“.

Off-page Faktoren

Sowohl Apple als auch Google wollen vor allem eines, ihren Nutzern möglichst relevante Inhalte zu ihren Suchanfragen bereitstellen. Eine gute Bewertung ist nicht nur für neue Nutzer ein positives Signal, auch die App Stores arbeiten mit diesem Indikator. App-Anbieter sollten ihre Nutzer deshalb unbedingt dazu motivieren, die App im Nachhinein zu bewerten und ihre persönliche Meinung in Form eines Kommentares zu hinterlassen. Das Erreichen kleiner Erfolge innerhalb der App, bietet eine gute Gelegenheit um Nutzern ein Bewertungsformular anzuzeigen. Auch negative Kommentare sind in gewisser Weise hilfreich. Diese können zur konstruktiven Weiterentwicklung der App genutzt werden, um die Qualität der eigenen App zu steigern und die Userbewertungen langfristig hoch zu halten. Auch die Anzahl der App Downloads spielt eine große Rolle im Hinblick auf die Positionierung im App Store Ranking. Hier wird insbesondere das Verhältnis von Downloads und aktiven Installationen betrachtet, da Deinstallationen wiederum einen negativen Einfluss auf die Positionierung haben. Ein weiteres Off-page Kriterium zur Bewertung einer App stellen die Anzahl und Qualität der Backlinks auf den App-Auftritt innerhalb des App Stores dar. Dies gilt allerdings nur für den Google Play Store.

ASO dient in erster Linie dazu die Sichtbarkeit einer App zu erhöhen, zielt aber auch darauf ab die User Experience potenzieller Nutzer innerhalb der App Stores zu verbessern. Denn unabhängig davon welchen Mehrwert eine App für seine Nutzer bietet, wenn es nicht gelingt, sie gegenüber der Konkurrenz entsprechend zu positionieren und ihre Vorteile klar zu kommunizieren, ist die Chance auf eine hohe Downloadrate eher gering. Anlässlich der kontinuierlich steigenden Anzahl an Apps, sollte ASO nicht als einmaliges Projekt, sondern als langfristiger Prozess angesehen werden um ständig auf einer Höhe mit den Mitbewerbern zu stehen und Nutzern auf lange Sicht eine optimale User Experience zu bieten.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zu diesem Thema jederzeit zur Verfügung!


Quellen:
1 http://techcrunch.com/2015/06/22/consumers-spend-85-of-time-on-smartphones-in-apps-but-only-5-apps-see-heavy-use/
2 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/74368/umfrage/anzahl-der-verfuegbaren-apps-im-google-play-store/ & http://techcrunch.com/2015/06/08/itunes-app-store-passes-1-5m-apps-100b-downloads-30b-paid-to-developers/
3 https://www.adjust.com/assets/downloads/the-undead-app-store.pdf



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